Der wahre Staat: title and table of contents

Der wahre Staat

Vorlesungen über Abbruch and Neubau der Gesellschaft
gehalten im Sommersemester 1920 an der Universität Wien
von Dr. Othmar Spann
o. ö. Professor der politischen Ökonomie und Gesellschaftslehre

The True State

Lectures on the Destruction and Reconstruction of Society
held in the Summer term of 1920 at the University of Vienna
by Dr. Othmar Spann
full professor of Political Economy and Social Science

Inhalt

Einleitung

Erster vorbereitender Teil

Erster Abschnitt: Das Wesen der Gesellschaft
Was ist Gesellschaft?
Die Gesellschaft als bloße Zusammensetzung / Die Gesellschaft als eigene Ganzheit.
Unterabschnitt: Der Individualismus
Der Begriff des Individuums
Der Mensch im Urzustande / Herakles, Donnar / Prometheus / Das Genie / Robinson / Der Einsiedler.
Der Begriff der Gesellschaft
Das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft
Die Arten des Individualismus
Der Anarchismus
Der Macchiavellismus
Das Naturrecht
Die politischen Grundsätze des Individualismus
Die Freiheit des Einzelnen
Das Mindestmaß der Staatsaufgaben
Das Recht als Mindestmaß an gegenseitiger Beschränkung der Freiheit
Rückblick
Die Anknüpfung des Individuums an das gesellschaftliche Ganze
Die Anknüpfung des Individuums an das Weltall
Unterabschnitt: Der Universalismus
Das Wesen des Universalismus
Die vier Hauptarten, den Begriff der Gesellschaften universalistisch zu denken
Die Umweltlehre oder Milieutheorie
Die Lehre von den gesellschaftlichen Trieben der Einzelnen
Die Gesellschaft, nach Art der platonischen Ideenlehre gedacht
Der kinetische Universalismus oder die Lehre von der innenkräftigen Ganzheit
Der Begriff des Ganzen im Sinne des kinetischen Universalismus
Beispiele: Der Künstler / Mutter und Kind / Schüler und Lehrer / Das Verhältnis zur Natur / Die zwei Seiten der Erkenntnis / Schrifttum / Beweis aus der Unmöglichkeit des Gegenteils / Stichworte.
Der Begriff des Einzelnen
Das Individuum ist seinem Wesen nach nicht selbst geschaffen / Die Einzigartigkeit oder Individualität.
Das Verhältnis des Einzelnen zum Ganzen
Die politischen Grundsätze des Universalismus, im Vergleich zum Individualismus betrachtet
A. Die Gerechtigkeit
B. Die Freiheit
Individualistisch gefaßt
Universalistisch gefaßt
C. Die Gleichheit
Als soziologischer Grundbegriff betrachtet
Als Baugesetz betrachtet
D. Die Brüderlichkeit
E. Das Höchstmaß der Staatsaufgaben
F. Vom Wesen des Rechtes
Der Individualismus, ein Grundirrtum
A. Zergliedernde Betrachtung
B. Innere Schwierigkeiten des Individualismus
C. Philosophischer Ausblick
Zweiter Abschnitt: Von der Gliederung der Gesellschaft in Teilinhalte
Wesen und Gliederung der Teilinhalte des gesellschaftlichen Ganzen
Die Wirtschaft / Hilfshandeln / Hilfshandeln höherer Ordnung.

Zweiter Prüfender Teil

Kritik des Zeitgeistes
Vom Werden und Wesen unseres Zeitgeistes
Der individualistische Ideenkreis und sein Kulturinhalt
Der universalistische Ideenkreis und sein Kulturinhalt
Der dritte Ideekreis, der Sozialismus und Verwandtes
Die Krisen unseres Zeitgeistes
I. Die staatenpolitische Krise / II. Die Krise des Kapitalismus / III. Die Krise des marxistischen Sozialismus.
Die Kritik des Liberalismus und der Demokratie
Verteidiger der Demokratie
Die wirtschaftliche Krise der Gegenwart oder die Krise des Kapitalismus
Der Marxismus. I. Darstellung des Marxismus als Wirtschaftstheorie, Geschichtsphilosophie und Staatslehre
A. Die Wirtschaftstheorie des Marxismus

  1. Gut, Reichtum, Museum
  2. Die Produktivitäts- und Erzeugungslehre. Mehrwert
  3. Gesetz der Konzentration des Kapitals, Verelendung, Krisen

B. Die materialistische Geschichtsauffassung

  1. Umweltlehre und Umwelt
  2. Klassenkampf, dialektische Methode

C. Die politische Theorie

  1. Das Wesen des Staates
  2. Die Natur des zukünftigen kommunistischen Gemeinwesens

Kritik des Marxismus

  1. Die Wirtschaftslehre
  2. Der geschichtliche Materialismus
  3. Die politische Theorie
  4. Soziologische Kritik: Bestandteile individualistischer Art / Universalistischer Art.
  5. Rückblick auf Marxens Lehre und Person

Zur Kritik der Vorstellung der Güterfülle in der kommunistischen Gesellschaft im Besonderen
Zusammenfassende Betrachtung der inneren Richtung und des politischen Ideengehaltes unseres Zeitalters

Dritter aufbauender Teil

Streitsätze
Die innere Gleichartigkeit der Gemeinschaft
Das aus Gleichartigkeit und Kleinheit der Gemeinschaften sich ergebende Schichtungsgesetz der Gesellschaft
Die Folgerungen aus dem Stufenbau der Gemeinschaften.
I. Die Vielartigkeit der Gemeinschaftskreise führt zur Ständischkeit der Gesellschaft

  1. Der Begriff des Standes
  2. Geistige und handelnde Stände

Die Folgerungen aus dem Stufenbau der Gemeinschaften.
II. Die politische Seite des Standes. Die beste Staatsform
Die Folgerungen aus dem Stufenbau der Gemeinschaften.
III. Ableitung der Stände
A. Die Gemeinschaft als Grundlage für die handelnden Stände / Systematische Tafel der Stände / Zusammenfassung / Verhältnis der obigen Einteilung zu Platon.
B. Die Einteilung der Stände nach der Eigenart des Mittels
Zusatz über die geistige Verfassung der heutigen Stände
Die Grundeigenschaften des Standes

  1. Die wirtschaftliche Grundeigenschaft “Stand” schließt notwendig eine Art Genossenschaftlichkeit in sich
  2. Der Stand umschließt Selbstbestimmung
  3. Der ständisch gegliederte Staat besteht wie der Organismus wieder aus Organismen
  4. Die Eingliederung des Einzelnen in seinen Stand bedeutet Aufgehobenheit statt Wettbewerbes
  5. Die Geistigkeit der ständischen Gesellschaft
  6. Freiheit und Gleichheit im ständischen Staate
  7. Stand bedingt nicht Zentralisierung, sondern Dezentratisierung. Die Beamtenverrichtung im ständischen Staate und die heutige Krisis des Beamtenstaates

Die Wechseldurchdringung der Stände. Stellvertretung
Die geschichtliche Bewährung der ständischen Auffassung der Gesellschaft
Die künftige Gestaltung der Stände. I. Die wirtschaftlichen Stände
A. Die Eigentumsordnung im ständischen Staate

  1. Es gibt formell Privateigentum, der Sache nach aber nur Gemeineigentum
  2. Das Privateigentum erlangt durch gemeinnützige Beeinflussung das innere Gepräge des Lebens
  3. Neben der Form des Privateigentums sind auch Formen des lehensmäßigen Eigentums unmittelbar auszubilden
  4. Neben der privaten und lehensrechtlichen Form des Eigentums ist auch für die Form des Gesamteigentums in einer ständischen Gesellschaft Raum

B. Die Berufsstände der Berufsgenossenschaften

  1. Der Gesamtarbeitsvertrag als Grundlage der berufsgenossenschaftlichen Bindung
  2. Weitere ständische Bindungen
  3. Die behördlichen Verrichtungen der ständischen Verbände
  4. Der Aufstieg der Arbeiterklasse
  5. Die ständische Ordnung der Landwirtschaft

C. Die ständischen Verbände außer den Berufsverbänden
D. Wie wird die Erstarrung der ständischen Ordnungen verhütet? Bemerkung über den Unterschied der ständischen von der sozialistischen Wirtschaftsordnung
E. Vom Unterschied zwischen ständischer, sozialistischer und kapitalistischer Ordnung
F. Übersicht über die Ständegliederung, die Eigentumsarten und die Betriebsarten
Schlußbemerkung über die Gerechtigkeit der ständischen Wirtschaftsordnung
Lehrgeschlichter Zusatz (Romantik, Gildensozialismus, Rathenau, Dreigliederungslehre)
Die künftige Gestaltung der Stände. II. Der politische Stand und der höchste geistige Stand
Die Erziehung
Zum Abschluß

Contents

Introduction

First part: preliminaries

First section: The nature of society
What is society?
Society as a mere composite / Society as a totality in itself.
Subsection: Individualism
The concept of the individual
The person in his primordial state / Heracles, Donner / Prometheus / The genius / Robinson Crusoe / The hermit.
The concept of society
The relationship of the singular person to society
Types of individualism
Anarchism
Machiavellianism
Natural Law
The political principles of individualism
The freedom of the singular person
The minimum functions of the state
Justice as the minimum mutual restriction of freedom
Review
The connection of the individual to the social whole
The connection of the individual to the universe
Subsection: Universalism
The nature of universalism
The four primary ways of conceptualizing universalistic societies
Environmental theory or milieu theory
The theory of the social instincts of the singular person
Society considered according to the Platonic theory of ideas
Kinetic universalism or the theory of the dynamic totality
The concept of the whole in the sense of kinetic universalism
Examples: The artist / Mother and child / Student and teacher / The relationship with nature / The two sides of perception / Literature / Proof of the impossibility of the contrary / Notes.
The concept of the singular person
The nature of the individual is not self-created / Singularity or individuality.
The relationship of the singular person to the totality
The political principles of universalism, considered in comparison to individualism
A. Justice
B. Freedom
Individualistically conceived
Universalistically conceived
C. Equality
Considered as a fundamental sociological concept
Considered as a structuring principle
D. Brotherhood
E. The maximum of state functions
F. Of the nature of right
Individualism: a fundamental error
A. Analytical dissection
B. Internal problems of individualism
C. Philosophical outlook
Second section
Of the arrangement of society into separate segments
Nature and arrangement of the separate segments of the social whole
The economy / State support / Higher-order state support

Second part: analysis

Critique of the Zeitgeist
On the nature and becoming of our Zeitgeist
The individualistic sphere of ideas and its cultural content
The universalistic sphere of ideas and its cultural content
The third circle of ideas: Socialism and its relatives
The crises of our Zeitgeist
I. The national-political crisis / II. The crisis of capitalism / III. The crisis of Marxist socialism.
The critique of liberalism and of democracy
Defenders of democracy
The current economic crisis, or the crisis of capitalism
Marxism. I. Outline of Marxism as economic theory, philosophy of history, and political theory
A. The economic theory of Marxism

  1. Goods, wealth, value
  2. The theory of productivity and manufacture. Surplus value
  3. Law of concentration of capital, impoverishment, crises

B. The materialistic conception of history

  1. Environmental theory and environment
  2. Class war, dialectical method

C. The political theory

  1. The nature of the state
  2. The nature of the future communist community

Critique of Marxism

  1. The economic theory
  2. Historical materialism
  3. The political theory
  4. Sociological critique: individualistic components / universalistic components
  5. Review of Marx’s teaching and character

To the critique of the idea of the abundance of goods in the communist society in particular
Summary consideration of the inner tendencies and political ideologies of our era

Third part: synthesis

Theses
The inner homogeneity of the community
That from the homogeneity and smallness of communities emerges the principle of social stratification
The consequences of the hierarchical ordering of communities.
I. The diversity of small communities leads to the corporative structuring of society

  1. The concept of the corporation
  2. Spiritual and actual corporations

The consequences of the hierarchical ordering of communities.
II. The political side of the corporation. The best form of government
The consequences of the hierarchical ordering of communities.
III. Differentiation of corporations
A. The community as foundation for the actual corporation / Systematic table of corporations / Summary / Relationship of the arrangement above to Plato
B. The arrangement of corporations after the character of the means
Supplement about the spiritual constitution of the corporations of today
The fundamental properties of the corporation

  1. The basic economic idea of a “corporation” necessarily implies a kind of cooperation
  2. The corporation implies self-determination
  3. The corporate-structured state is like an organism composed of organisms
  4. The incorporation of individuals into their corporate communities signifies sublation as opposed to competition
  5. The spirituality of the corporate society
  6. Freedom and equality in the corporate state
  7. Corporatism necessitates decentralization rather than centralization. The bureaucratic tasks in the corporate state and the current crisis of the bureaucratic state

The interpenetration of corporations. Representation
The historical testing of the corporatist conception of society
The future formation of corporations. I. The economic corporations
A. The system of ownership in the corporate state

  1. There is private property, formally speaking, but in substance there is only public property
  2. Private property obtains the inner character of life by serving the common good
  3. Cultivated directly alongside the forms of private property are forms of fief-like property
  4. In a corporate society, alongside the private and feudal forms of property there is also room for forms of joint ownership of property

B. The professional corporations

  1. The collective labour agreement as the foundation of the professional bond
  2. Additional corporate bonds
  3. The regulatory activity of corporate organizations
  4. The rise of the working class
  5. The corporate organization of agriculture

C. Corporate organizations other than professional associations
D. How will the stagnation of the corporate order be prevented? Comment on the difference between the corporate and socialist economic systems.
E. Of the difference between corporatist, socialist and capitalist systems
F. Overview of the corporate structure, the types of ownership, and the mode of operation
Closing comment on the justness of the corporate economic system
Historical supplement (Romanticism, guild socialism, Rathenau, social threefolding theory)
The future formation of corporations. II. The political corporation and the highest spiritual corporation
Education
In conclusion

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